Reisefieber

Inselzeit 24T20Std

So langsam steigt die Betriebstemperatur! Ich habe eine riesige Reisetasche angeschafft, weil Taschen praktischer sind als Koffer. Im Taxi, im engen Zugkorridor. Koffer, insbesondere Hartschalenkoffer sind mehr was für Flugreisen und für die sichere Überführung zerbrechlicher Souvenirs.

Überhaupt gibt es auf unterschiedlichen Reisen sehr unterschiedliche Ver- und Gebote in Bezug auf das Gepäck.

Für einen Städtetrip darf der Koffer nur zu zwei Dritteln gefüllt sein, sonst passen die Einkäufe nicht hinein. Außerdem muss eine genaue Anzahl von Kleidungsstücken für die geplanten Unternehmungen passend eingepackt werden. Schließlich wird keine Zeit sein, Kleidung zu waschen oder zu Bügeln. Und wehe, der Schlafanzug wird vergessen! Im Reiseoutfit auch die erste Nacht zu verbringen, kann die Laune schon ein wenig trüben.

Für die Reise nach Borkum gelten ganz andere Regeln: Weniger Kleidungsstücke – die Waschmaschine läuft schließlich jeden Tag. Ein zweites Paar Schuhe ist nötig und muss Platz finden.

Wegen Geiz und Warenknappheit bzw. eingeschränkter Auswahl auf der Insel muss auch die eine oder andere Flasche Alkohol mitgenommen werden. Und Gewürze. Schokolade zum Glück nicht, denn das braune Gold aus Bremen gibt es in einem kleinen Laden in der Ortsmitte. Dank der „Borkumer Bio-Insel“, einem Lädchen, das seit zwei Jahren etabliert ist, können wir auch die vegetarischen Varianten unserer Menüs mit allem verfeinern, was ein herkömmlicher Supermarkt nicht bietet. Ich habe gerade noch einmal nachgesehen: Die Bio-Insel ist auch in diesem Jahr wieder geöffnet. Der Veggie-Bio-Gemeinde sei Dank! Nur einige wenige Mischungen werde ich in Hamburg besorgen.

Jedenfalls sind die Taschen erst sehr voll und auf dem Rückweg viel weniger prall und schwer.

Schwer fällt mir aber jedes Jahr die Beantwortung der Jackenfragen: Welche soll es sein? Wird eine Regenjacke nötig sein? Die Regenjacke ist die letzten zwei Jahre zu Hause geblieben. Wenn es regnet, muss ein Schirm reichen. Wenn es auch stürmt, muss ich eben im Haus bleiben. Und ansonsten? Im letzten Jahr brauchte ich gar keine Jacke. Die wenigen kühlen Augenblicke habe ich genossen und allenfalls gedacht: Ah – angenehm frisch! Für 2018 ist noch nichts entschieden….

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