Metropolen

Inselzeit 24T1Std

Auf meiner Wunschliste der nächsten Städtetrips steht auch Paris – immerhin auf Platz 5. Der letzte Besuch liegt schon 23 Jahre zurück. Beyoncé und ihr Mann waren aber kürzlich dort und haben ein Video zu ihrem Song „Apeshit“ produziert – im Louvre! Den Ton musste ich abstellen, der Gesang nervt kolossal. Aber das Video ist grandios. Diese Kulisse! Die Aufnahmen sind voller Anspielungen und Provokationen. Schwarze Ikonen vor weißer Kunst. Im Text sinnieren die beiden über ihren luxuriösen Lebenswandel und darüber, dass sie es kaum fassen können, so weit gekommen zu sein. Geradezu sympathisch. Alles in allem sehr gelungen. Ich glaube nämlich, dass ihr Tanzgebahren und seine debil anmutende Mimik durchaus ironisch gemeint sein könnten. Vielleicht liegt das aber auch am Anschauen ohne Ton. Akustisch ist das Stück für mich leider unerträglich.

Aber es macht Lust auf Paris, auf Kultur und Kunst. Ich muss dringend noch etwas nachlesen über Christos Fässer im Londoner Hyde Park. Den Aufbau habe ich ja leider nicht gesehen bei unserem letzten Besuch dort. Hätte ich’s doch nur gewusst. Sie waren zwar noch nicht komplett installiert, aber schön grell war es wohl schon. Und Christo ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Oft kann ich mit moderner Kunst nichts anfangen, aber Christos Werke ziehen mich immer in ihren Bann.

Aus der Süddeutschen Zeitung:

Die Londoner 7506 Fässer – genannt Mastaba – sind wohl nur ein Vorgeschmack auf etwas epochales, das Christo (und zu Lebzeiten Jeanne-Claude) bereits seit 1977 planen: Die dauerhafte Installation von 410.000 bunten Fässern mitten in der afrikanischen Wüste, aufgebaut dann größer als die Cheops-Pyramide.

Hinterlasse einen Kommentar