The cornerstone of any nutritious breakfast

Inselzeit 23T20Std

Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß, um sich mal wieder mit Dingen zu beschäftigen, an die man lange nicht mehr gedacht hat.

Heute gab es in der Kantine einen sehr sehr leckeren Big Kahuna Burger. Ein Mitglied des Küchenteams ist offenbar ein Kenner des Guten Filmes. Meine beiden Kolleginnen konnten mit dem Burger oder dem Namen Jules Winnfield nichts anfangen. Der 30jährigen verzeihe ich es. Der Film kam wahrlich weit vor ihrer Zeit heraus. Aber bei der 49jährigen ist das doch eine beklagenswerte Lücke. Und dann noch das: „War das nicht der Film, wo am Ende eine Leiche im Gartenschredder entsorgt wird? – Nein, das ist „Fargo“. – Aber den magst Du doch auch, oder? Dann ist das sicher nichts für mich.“ Das ist hier wohl der Fall. Beide Filme sind übrigens zu Recht oscarprämiert. Nicht nur ich mag sie beide sehr.

Jedenfalls habe ich mich gleich nach 1994 zurückgedacht und bin auf dem Weg nach Hause durch die Grindelallee gefahren, um beim „Kulturbuch“ Halt zu machen. Ein Laden, den ich seinerzeit sehr oft besucht habe. Er führte Bücher, Plakate und Fotos rund um Hollywood und Babelsberg. Herrlich. Leider Vergangenheit. Heute ist nur noch ein winziger Restbestand an Schätzen in der benachbarten Videothek „Filmgarten“ untergebracht. Das war also schnell durchgesehen. Schön aber das Personal und die wenigen Kunden: Schrullige Studenten und bärtige (wahrscheinlich) Professoren. Menschen, die ihre unmoderne Kleidung mit einer solchen Verachtung zusammenstellen, dass ich es schon wieder bewundere. Es war also ein schöner Ausflug in die Vergangenheit. Da weder „Fargo“ noch „Pulp Fiction“ mit nach Borkum können, werde ich „High Fidelity“ einpacken. Das „musikalische Autistenpärchen“ und ihr depressiver Chef erinnern mich sehr an den o.a. Laden und sind ja fast schon Mainstream.

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