Leben und Lieben in Burbank

Inselzeit 21T16Std

Ging es Euch schon einmal so: Ihr habt eine Serie nahtlos durchgezogen und fühlt Euch, als gehörtet Ihr dazu zur sozialen Gruppe?

Bei „Emergency Room“ ging es mir seinerzeit so und dann wieder bei „Chuck“. Ich weiß gar nicht genau, woran es liegt, aber dieser süße Nerd aus Kalifornien ist mir dermaßen ans Herz gewachsen, dass ich heute während einer Autofahrt ganz wehmütig wurde, als ich ein instrumentales Musikstück aus der Serie gehört habe. Die Instrumente muss ich hier betonen, weil die Serie an sich einen ganz hervorragenden Soundtrack zu bieten hat. Damit vergleichbar ist nur „Blacklist“, sonst kann sich damit nichts messen, was bisher so im TV lief. Insbesondere die Schlusssequenzen werden stets mit einem ganz tollen Stück untermalt.

Die Serie ist eigentlich mehr was für 12jährige Jungs. Eine Agenten-Action-Angelegenheit mit jeweils abgeschlossenen Geschichten rund um die Rahmenhandlung. Erinnert sehr an „Ein Colt für alle Fälle“, „Ein Trio mit vier Fäusten“ etc.. Die Charaktere sind allerdings sehr fein gezeichnet und nehmen im Laufe der Staffeln alle eine schön erzählte Entwicklung. Hervorragende Darsteller runden das Bild ab. Wie es sich für Kalifornien gehört, sind alle hübsch. Es gibt super Gags – einmalige wie laufende. Es gibt unzählige Anspielungen und Hinweise auf Filme oder andere Serien. Manche Folgen sind sogar eine Hommage an Klassiker. Es macht wirklich Spaß, dabei zu sein. Selten habe ich mit einer Fernsehfigur so mitgefiebert und mitgelitten. DVD sei Dank kann ich jederzeit wieder zurück nach Echo Park.

Ich habe auch viel Spaß mit den Gilmore Girls, oder der Big Bang Truppe, oder den fünf Freunden rund um Ted Mosby, oder Neil Caffrey und Mozzie aus New York. Auch diese Serien sind gut gemacht. Aber eben nicht ganz so fesselnd. Ein abschließendes Urteil über Familie Pearson kann ich noch nicht fällen. Ich habe die Folgen nicht am Stück geguckt und ich muss immer so weinen. Das sagt ja eigentlich doch schon alles. Ich leide uneingeschränkt mit. Außerdem hat es mich verrückt gemacht, nach dem Ende von Staffel 1 nicht gleich weitermachen zu können! Also doch Sucht. Die machen das aber auch immer gut mit den Emotionen, die Amerikaner.

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