Home alone

So, gestern Abend zwei von uns am Flughafen abgesetzt. Auf dem Weg nach Hause noch im Supermarkt angehalten, um den Kühlschrank singlemäßig zu bestücken. Ungewohnt wenig fand sich daher im Wagen. Dafür war im Markt so viel los! Warum nur kaufen die Leute ein, wenn doch das maximalste Wochenende am Samstag Abend so viele schönere Tätigkeiten ermöglicht? Ist mir ein Rätsel. An der Kasse eine Schlange von rund 25 Kunden und Wagen. Also nicht nur noch schnell der Sekt gekauft. Nein, die Wagen waren voll. Meine Wartezeit wurde wohl in dem Moment nur noch von der Zeit und Schlangenlänge am Ryanairschalter übertroffen. Eine Stunde standen die beiden nun schon dort, konnte ich lesen. Es hat aber dann alles noch geklappt. Wenn auch sehr knapp und nervig. Gut, dass ich nicht dabei war, das ist ja nichts für mich.

Eigentlich sollte an dieser Stelle mein Baustellentagebuch starten. Sollte doch das Badezimmer ab Montag kernsaniert werden. Leider sind drei Mitarbeiter krank. Deshalb kann es am Montag nicht losgehen. Es klärt sich dann erst einmal, wann denn die Bauarbeiten beginnen können. Wir hoffen sehr, noch im November. Vielleicht kann der Ärger und Frust vom Schlangestehen noch bis zum Telefonat bewahrt werden, um sich nicht erweichen zu lassen, mit einem späteren Startzeitpunkt zufrieden zu sein.

Für mich bedeutet dass nun, dass ich ins Büro gehe. Insbesondere übernächste Woche werde ich dort auch für die Arbeiten am Quartalsabschluss gebraucht. Meine Kollegin hat die geänderten Urlaubspläne mit einem erleichterten Lächeln entgegengenommen. Da geht es uns wie dem Klempner. Zu Spitzenzeiten ist jeder Verzicht auf Arbeitskraft, ob nun geplant oder unerwartet, nur schwer zu organisieren. Der Urlaub der nächsten Woche ist auf zwei Tage zusammengeschrumpft. Aber an den drei verbliebenen freien Tagen gilt es, eine lange Liste von Aufgaben abzuarbeiten. Das Teeniezimmer muss für die Verlegearbeiten ausgeräumt und gestrichen werden. Der Sperrmüll im Keller muss bereitgelegt werden, damit er abgeholt werden kann. Es soll ja nicht alles weg aus dem Keller. Und schließlich muss auch der neue Kleiderschrank aufgebaut werden.

Ich bin gespannt, wie es mir dabei ergeht. Ich glaube, ich war noch nie länger als 24 Stunden ganz allein in der Wohnung.

Das Frühstück jedenfalls ist wenig gemütlich. Da gehe ich lieber frisch ans Werk!

Hinterlasse einen Kommentar