Finale

Die Phasen einer Renovierung:

1. Vorbereitung, Planung und Materialkauf, Terminkoordination

2. Start, meist Abriss oder andere destruktive Handlungen

3. Bauschuttentsorgung, Problemlösung für Unerwartetes – geht meistens mit 2. oder 4. einher

4. Wiederaufbau – endlich was Schönes sehen! Evtl. weitere Materialbeschaffung

5. Aufräumen, Resteentsorgung und Wiedereinrichten

6. Nochmalige Entsorgung von Dingen, die doch keinen Platz mehr finden

Meine Lieblingsphase ist 1. und am Besten fühle ich mich nach 3. und 6. – wenn also alles Alte und Überholte weg ist. Herrlich!

Heute konnte 5. fast abgeschlossen werden.

Ansonsten bringt der Freitag: Warten Teil II. Die Spermüllmänner waren von 09:30 Uhr bis 12:30 Uhr angekündigt. Um 12:49 Uhr war leider immer noch keiner hier.

Die Tochter eines Schwiegercousins ist aber mit ihrer kleinen süßen Tochter aus Heide zum Schuhekaufen gekommen. Der örtliche Kinderschuhladen ist entzückend und gut sortiert, keine Frage. Aber dass es in Heide nichts Adäquates gibt, ist doch traurig. Auch in Hamburg gibt es kaum noch Schuhläden. Der eine große nur (Görtz) mit seinen diversen Filialen, in denen aber hauptsächlich Mittelmaß (Gabor, Tamaris etc.) steht und zur Wintersaison regalweise mit „vegan – 100% lederfrei “ geworben wird. Natürlich stehen da auch die unvermeidlichen Uggs. Schon wieder. Ob die auch mal wieder unmodern werden? Ich werde dort nur selten fündig. Dann gibt es noch Deichmann, dazu muss ich nichts schreiben – außer: Gibt es da überhaupt Lederschuhe? Selbst die Elefantenkinderschuhe sind so bunt, dass ich bezweifle, dass sich der Lederanteil bei über 10% einpendelt.

Jedenfalls konnte ich nicht mitgehen, weil der Sperrmüll noch nicht abgeholt wurde. Wir konnten sogar später noch gemütlich ein Mittagessen kochen und verspeisen. Als ich die Sache gedanklich schon abgehakt hatte, kamen sie – um 15 Uhr. Ich hatte angenommen, dass dann längst das Wochenende eingeläutet wäre. Aber nein, ich war nicht einmal die letzte Station. Ein netter junger Mann interessierte sich brennend für den Couchtisch, den Verlobungsringersatz. Und er fragte, ob ich den stehen lassen könnte. Sie hätten noch einen weiteren Kunden und danach käme er und würde sich den Tisch abholen. Aber gern, so wird er tatsächlich noch weiter verwendet. Habe ich nicht erwartet. Um halb sechs war dann wirklich alles abgeholt, was weg sollte. Der Keller ist natürlich immer noch nicht leer. Irgendwie beängstigend, was wir ansammeln und lagern. Aber Weihnachtsdekoration, Werkzeug und das Fahrrad müssen irgendwo bleiben. Ich glaube jedenfalls, dass ich keine Anlagen zum Messie habe. Solange ich nicht in den Keller gucke.

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