Albany von Roger Whittaker

Tag 4 auf der Baustelle. Ich war kaum dort. Nach dem Büro habe ich nur kurz einen Blick darauf geworfen. Das Schlagerradio lief heute dezent im Hintergrund. Das Bad hat schon eine schöne neue Türzarge. Es wurde noch mehr verlegt, eine provisorische Toilette für das Wochenende vorbereitet, der Rahmen für den Waschtisch konstruiert und ein paar Schächte wieder zugemörtelt. „Mörtel“ – ein schönes Wort! Mörtel hat seinen Ursprung wie gewohnt bei den alten Römern. Die haben das sogenannte „opus caementitium“ erstmals angemischt aus Bruchstein und Bindemittel.

Die beiden Allrounder sind übrigens Polen. Die polnische Sprache klingt eigentlich ganz süß. Viele niedliche „dsch“-Laute. Ich verstehe leider kein Wort. Die beiden werden sogar am Samstag arbeiten und den Estrich auftragen. Estrich ist auch eine Form des Mörtels, habe ich gerade gelesen. Polnisch heißt der Mörtel „Mozdzierz“. Ganz schön schwer, das dreimal hintereinander auszusprechen.

Da heute nicht sehr viel zu berichten ist, gibt es ein paar Bilder:

Waschtischrahmen

Blick ins Schlafzimmer

Verfrühter Valentinsgruß aus der zukünftigen Dusche

Ansonsten warten wir heute Abend alle drei auf den Start der neuen GNTM-Staffel. Also der Teenager fiebert darauf hin. Die Erwachsenen ergeben sich ihrem Schicksal und mussten versprechen, nicht über die Sendung im Allgemeinen und das Ansehen derselben zu lästern.

Völlig wertfrei haben zwei Studenten im Jahr 2011 das Finale der damaligen Staffel wie ein Schauspiel in ein Reclam-Heft verwandelt:

Über eine Suchmaschine nach „gntm finale reclam“ suchen. Die „issuu.com“- Seite wird recht schnell angezeigt.

Leider kann ich hier keinen echten Link einfügen, das darf ich vielleicht nicht? Aber das Werk ist lesenswert! Sollten alle Teenager lesen. Es offenbart fast alles, was in der Fernsehwelt ganz falsch läuft. Jedenfalls glaube ich, dass die Produzenten die Sache ernst meinen und die Sendung nicht satirisch angelegt haben. Allerdings zweifle ich manchmal an mir: Bin ich zu kritisch? Die Massen können doch nicht immer irren? Immerhin läuft die Sendung wie viele andere schon über 10 Jahre. Und die Gastgeberin ist seit langer Zeit ziemlich dominant in der Regenbogenpresse vertreten. Kaum eine der jährlich 52 Ausgaben der „Gala“ zeigt nicht wenigstens ein kleines Bildchen von ihr. Etwa 20 Ausgaben werden mit ihr auf dem Titel veröffentlicht. Das muss doch was bedeuten.

In diesem Sinne einen schönen Donnerstagabend.

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