Tag 5

Finnland! Genauer: Helsinki!

Wir laufen ein bei bestem Wetter! Ich werde es heute sogar wagen, meine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich bin in bester Stimmung und glaube, dass mich die westliche Zivilisation wieder mit allem versöhnt. Mobile Daten sind verfügbar! Die Sonne scheint und von Helsinki erwarte ich auch ein paar nüchtern-schöne skandinavische Design-Läden, bzw. andere hervorragende Shoppingmöglichkeiten.

Estland und Russland haben, ähnlich wie Island, keine ausgereifte Merchandisingkultur. Die angebotenen Souvenirs sind meist billig, oder aus kratziger Wolle. Das sieht in Dänemark ganz anders aus und ich hoffe auch in Finnland.

Kleiner Nachtrag noch aus St. Petersburg:

Kaum aus dem Hafen heraus, türmen sich unschöne Wohnblocks am Straßenrand, die sehr an das Capitol in Panem erinnern:

Vielleicht war uns das unterbewusst auch etwas unheimlich.

Mir fällt das ein, weil wir in Helsinki nach einer ersten Hügeletappe eine Pause neben dem Lokal „Strindberg“ machen. Eine Größe der schwedischen Literatur. Ich habe gerade einen Krimi beendet, der sich mit seinem Werk beschäftigt. Kultur überall. Und das Schwedische ist hier ohnehin weit verbreitet. Finnland war mal so etwas wie eine schwedische Kolonie. Jedenfalls ist Schwedisch noch heute zweite Amtssprache. Jedes Dokument und jedes Straßenschild ist zweisprachig beschriftet. Leider beherrsche ich keine der beiden Sprachen.

Heute Morgen haben wir uns gegen eine Hop on Hop off Rundfahrt entschieden. Die angekündigten 4 Kilometer in die Innenstadt waren gar nicht so weit. Der Mann der Kabine hatte einen illustren Spaziergang ausgearbeitet. Erst zum Observatorium auf dem Stadthügel und von dort Richtung Altstadt. Herrliches Wetter und eine tolle Aussicht. Am Stadtkai steht sogar ein Riesenrad – das Helsinki Eye. Natürlich kleiner, hier leben ja auch weniger Menschen.

Anschließend sind wir durch die Innenstadt geschlendert und haben die gewohnt westliche Shoppingkultur genossen.

Helsinki ist bisher das Highlight der Reise. Sicher auch wegen des Sonnenscheins heute.

Unser Rückweg durch die Stadt zum Hafen zeigt uns dann noch, wie schön der Gang am Morgen war. Hier wird viel gebaut und repariert. Es ist laut und staubig und ungemütlich für Fußgänger. Generell ist Helsinki aber ein Fußgängerparadies. Überall Zebrastreifen, selbst an vierspurigen Straßen. Oder Ampeln, die sehr schnell reagieren.

Nach Helsinki ins Moominvalley würde ich wieder reisen, es hat mir gut gefallen!

Tapaavat jälleen!

Mein Gewissensbarometer heute Nachmittag: Unverändert 7

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