Man on the moon

Am Strand können wir täglich einige mit dem NASA-Symbol bedruckte Shirts sehen. Wir haben uns gefragt, warum. Von einer Quelle stammt die Mutmaßung, das Zeichen sei seit Kurzem nicht mehr geschützt und könne deshalb endlich verwertet werden. Eine andere Idee ist das Jubiläum der Mondlandung. Beides ist nicht korrekt.

Eine kurze Recherche hat ergeben, dass sowohl Schriftzug als auch das Planetensymbol, in der Szene „meatball“ genannt, schon seit jeher gemeinfrei waren und immer noch sind. Man muss nur in der Marketingabteilung der NASA um Erlaubnis bitten. Die Kontaktadresse ist frei zugänglich. Solange der Aufdruck nicht auf Buh-Produkten wie Zigaretten, Alkohol oder Reizwäsche erscheint, wird eigentlich alles durchgewinkt.

Aber warum jetzt so gehäuft? Weil große Textilketten aus Schweden oder Spanien voll auf den Retro-Zug aufgesprungen sind. Ein rein europäischer Trend. Wenn man genau hinsieht, hängen auch Shirts mit Pepsi- und Ford-Schriftzug, oder Brandt-Zwieback mitsamt Kindergesicht an den Stangen. Die NASA ist vielleicht der am wenigsten peinliche Aufdruck. Noch vier Sortimentsintervalle à 14 Tage und dann ist der Spuk wohl wieder vorbei.

Für die Mondlandung interessiert sich heute niemand mehr. Das war nur eine kurze Meldung in der Tagesschau, der anschließende Brennpunkt drehte sich um die größte Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Dieses Wochenende fand nicht nur ein Beachvolleyball-Turnier auf der Insel statt, sondern auch ein Fest am Wasserturm. Überraschungsfrei, dass der Turm die Massen mehr zu begeistern scheint. Das Turnier fand am Samstag statt und von dort schallten zunächst Wettbewerbsgeräusche in den Garten, abends dann Musik. Das Turmfest kündigte sich am Sonntag mit Straßensperrungen an und wurde bereits vormittags mit Big-Band-Musik und einem Gottesdienst unter freiem Himmel eingeläutet. Tagsüber waren wir nicht im Garten. Abends gab es eine Versteigerung, gefolgt von sehr lauter Musik. Ein Mix aus aktuellen Latinoklängen, Schlager und Oldies von Rod Steward und Konsorten. Lautstärkemäßig um einiges größer als die Sportveranstaltung.

Heute haben wir mal ganz unorthodox Pizza vom örtlichen Italiener besorgt. Sehr lecker und ein echt italienisches Vergnügen mit authentischen Zutaten von italienischen Bäckern des „Il Faro“ im Schatten des Leuchtturms zubereitet.

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