Farbenfrohe Vielfalt

Gestern gab es in der Stadt, im örtlichen Gymnasium um genauer zu sein, ein Konzert von GinKiss im Rahmen des Kultur März. Was soll ich sagen? Zweieinhalb Stunden allerfeinstes Vergnügen in einem stimmungsvollen Ambiente waren das!

„Colourful World“ war der Titel und die bunte Bestuhlung in dreistelliger Zahl hat mich gleich mitgenommen. Ich saß auf Orange und das passte hervorragend zu meinem Outfit. Dieses Arrangement hebt sicher auch die Stimmung im Schulalltag.

Die Künstler haben ihre Outfits mehrfach gewechselt, aber stets glitzerte es von der Bühne herunter. Kombiniert mit den professionellen Lichteffekten also ein richtiges Samstagabendshowerlebnis für die ganze Familie. Im Publikum hatten sich Menschen jeden Alters versammelt. Das war vielleicht auch der Grund für die anfängliche Schüchternheit. Wir mussten uns erst verständigen: Wird nur applaudiert? Darf mitgeklatscht werden? Oder gar mitgesungen? Die Generationen verhalten sich dabei schließlich sehr unterschiedlich. An der Pausenbar war aber zu vernehmen, dass es allen Spaß macht und dass die eklektische Mischung der Stücke direkt ins Herz ging. Kiki Dee und Elton John konnten genauso begeistern wie die französische Sprache. Also das freut mich ja auch immer, wenn es etwas Französisches gibt. Schon weil die französischen Stücke vom Bariton gesungen werden und diese einzigartige Mischung aus Dean Martin und Marteria jeden Song in die 60er Jahre trägt und mir die Coolness und die Aufbruchstimmung dieser Zeit gefallen.

Allerdings ist es ebenso schön, wenn die Sängerin betagte Lieder mit einer stimmlichen Symbiose aus Fiona Apple und Birdy glanzvoll adelt. Mein neues Lieblingslied ist deshalb auch „Cry me a river“. Davon hätte ich zu gern eine Aufnahme, die ich mir immer wieder anhören könnte. Am Abend habe ich die Augen geschlossen und einfach nur genossen.

Die Instrumente wurden noch einmal erweitert, zum Beispiel um ein Kazoo. Wobei das genau genommen wohl eher ein Stimmenverzerrer ist als ein Instrument. Jedenfalls wurde es unter anderem für Zaz‘ „je veux“ eingesetzt und verlieh eine äußerst charmante Authentizität.

Charmant war übrigens auch die Leichtigkeit, die übermittelt wurde, weil die Künstler, wo immer die Inszenierung es zuließ, ein Lächeln auf den Lippen hatten. So konnte ich den Heimweg beschwingt beschreiten – von der magischen Winkelgasse, an die mich die Bühne immer erinnert, bis zur heimischen Adresse.

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