Heute sind nur die Fliesenleger aktiv. Die hören Radio Hamburg und deshalb erklingt Ava Max mit „Sweet but Psycho“. Damit das für mich Schlimmste, was derzeit angesagt ist. Darüber kann ich nicht einmal lächeln.
Wir Mädchen waren heute wegen des didaktischen und damit schulfreien Tages im tiefsten Dithmarschen und haben bei Festmoden Laue (mir bisher nur bekannt aus dem TV) ein Konfirmationsoutfit gekauft. In Hamburg hing in den vier Läden, die wir aufgesucht hatten, immer das Gleiche und das leider in den falschen Farben. Es soll ja wunschgemäß hell sein. Darauf haben die Mädchen der Gruppe sich verständigt. Und üblicherweise sind die Kleider eher schwarz oder blau. Schön, aber eben nicht das, was gewünscht ist. Also ein Ausflug. Der sich durchaus gelohnt hat. Es ist schon bemerkenswert, was Familie Laue dort mitten in der Pampa geschaffen hat: Wahrlich ein Paradies für Kleiderkäufe.
Pünktlich um 09:00 standen wir auf dem noch leeren Parkplatz und waren die dritte Kundschaft. Die Abteilung für Konfirmationskleider (ein etwa 80qm großer Raum voller bunter Kleider) stand uns ganz allein zu Verfügung. Die Konfirmandin wählte vier Exemplare aus und dann hat die Verkäuferin die Kleider vorbereitet und in die Riesenumkleidekabine gehängt. An Stangen, die für etwa 5-8 Kleider dimensioniert sind. Für mich stand ein plüschiges Sofa bereit. Ohne Sekt (den ich sicher hätte bekommen können – Kaffee wurde mir angeboten), ansonsten ganz wie „Zwischen Tüll und Tränen“. Bei uns allerdings ausdrücklich kein Tüll und Tränen gab es auch keine. Alle Kleider waren hübsch. Nach den ersten zwei, die beide gleich in die engere Auswahl kamen, gab es einen Dämpfer und dann noch eine Steigerung, die allerdings wegen des Preises wieder verworfen werden musste. Aber einmal in ein Kleid verliebt…. Und glücklicherweise konnte noch eines herausgefischt werden, dass noch besser war und viel weniger kostete. Nur geändert werden musste es. Aber das ist in dem Laden kein Problem. Sogleich erschienen zwei Schneiderinnen, die es abgesteckt haben und ihr Ergebnis 60 Minuten später wieder abliefern konnten. In dieser Zeit haben wir erst den ortseigenen Dekoladen aufgesucht, der auch riesig und gut sortiert ist. Anschließend waren wir im Café. Das allerdings erscheint ziemlich provinziell und hat eine übersichtliche Karte, die auf eine ländliche Zielgruppe 70+ abzielt und der Service ist eher lustlos. Wir vergeben dafür nur 5 von 10 Punkten.
Nach dem Kleiderkauf sind wir noch nach Neumünster gefahren in das Outletcenter. Dort haben wir uns Taschen gekauft und Unterwäsche. Alles sehr erfolgreich!
Zurück auf der Baustelle konnten wir schon ein paar Fliesen an der Wand bewundern. Die haben wir auch sehr schön ausgesucht. Gefallen mir immer noch. Der Rest der Woche wird auch mit den Fliesen verbracht werden. Einschließlich Samstag. Das bedeutet, dass ich am Wochenende noch immer nicht wirklich sauber machen kann. Der Hostelaufenthalt endet am Freitag Morgen. Nach all den Fortschritten folgt also am Wochenende und in der nächsten Woche noch einmal ein Riesentief. Der Elektriker soll am Montag kommen und er wird noch einmal richtig viel Dreck verursachen. Ich will gar nicht daran denken. Ich schau mir lieber meine neue Tasche an.










