Nytår – Mittwoch

Heute kommt natürlich alles etwas später im Gang. Aber dafür mit geplant opulentem Frühstück.

Danach räumen wir wieder alles auf und starten dann zum Leuchtturm von Rubjerg Knude. Der Turm musste im Sommer umziehen, weil die Steilküste ihm immer gefährlich näher kam. Der Weg dorthin führt rund 1500 Meter über eine riesige Düne. Und der Sturm weht vom Wasser her. Wieder muss ich an den Himalaya denken, so sehr peitschen uns Wind und Sand ins Gesicht. Ich kann kaum atmen.

Aber wir kommen an. Meine Teenagernegleitung kann überhaupt nicht nachvollziehen, welchen Sinn all die Touristen darin sehen, sich hierher zu kämpfen. Ja, es ist nur ein Leuchtturm. Aber irgendwie cool. Der Rückweg ist entspannter, weil uns der Sturm anschiebt. Im Örtchen halten wir noch im Supermarkt. Wenigstens die Discounter halten ihr Versprechen (Open alle dage) und haben auch am Neujahrstag geöffnet. Wir kaufen noch etwas Gemüse fürs Abendessen.

Es ist heute wieder etwas ungemütlich, weil der Wind so kalt ist. Dauerhaft leben möchte ich hier nicht. Immerzu so ein Wind. Aber hübsch anzusehen ist der Ort allemal.

Am späten Nachmittag gucken wir vorab die heutige Traumschifffolge. Was soll ich da schreiben? Das Traumschiff ist eine Klasse für sich und entbehrt jeder Kritik. Es gab schon schlechtere Kapitäne als Herrn Silbereisen. Er mag nicht der geborene Schauspieler sein, hält sich aber wacker. Seine Crew dagegen ist größtenteils ein Trauerspiel. Von den Passagieren mal ganz abgesehen. Beim Drehbuch wird leider gespart. Dafür wurde für Kolumbien geworben. Der Folge nach zu urteilen, ist das ein buntes und kulturell überaus interessantes Land. Cartagena jedenfalls macht durch den Blick eines Kreuzfahrers einen entzückenden Eindruck.

Zur Prime Time gibt es heute Bourne Teil 3. Der wird uns generationenübergreifend wieder versöhnen mit dem Medium TV. Herr Bourne prügelt und schießt sich von London über Turin und Tanger bis nach New York – herrlich! Nach dem Film geht der Großteil ins Bett. Nur ein harter Kern bleibt noch wach und genießt den für mich vorletzten Abend.

Spülmaschine ausgeräumt, Sektgläser wieder abgewaschen (heutige Bilanz: 2 Flaschen und drei Tüten Chips und bis heute 42 (!) Eier).

God nat!

Hinterlasse einen Kommentar