Heute geht es wieder auf nach Hogwarts. Für mich zum dritten Mal, für meine Begleitung zum ersten Mal. Die Harry Potter Studios in Leavesden erwarten uns.
Der Bus fährt wie gewohnt von der Victoria Coach Station ab. Dann am Buckingham Palace vorbei Richtung Watford. Eine halbe Stadtrundfahrt, zumal wir auf den Heinz-Schenk-Gedächtnisplätzen sitzen und beste Sicht auf die Straßen haben. So ein Busfahrer muss schon angstfrei unterwegs sein. Wir fahren durch enge Gassen und immer haarscharf an Ampelanlagen und parkenden Fahrzeugen vorbei. Nach rund 40 Minuten kommen wir am unverkennbar sandbeige gehaltenen Studiogelände an. Von jetzt an heißt es T-minus-4-einhalb Stunden, dann müssen wir wieder am Bus stehen. Hat das die letzten beiden Male gereicht, wird es heute etwas hektisch gegen Ende werden. Aber erst einmal hinein.
Auch wenn zwischen diesem und meinem letzten Besuch nur 7 Monate liegen, hat sich doch wieder einiges verändert. Das Foyer wurde neu dekoriert, seit 1.3.23 steht alles unter dem Stern der beiden Weasley-Brüder und ihrem Scherzartikelunternehmen. Schön orange-rot-violett-bunt. In der Ausstellung gibt es nun ein animiertes Feuerwerk in der großen Halle zu sehen, das die beiden während der OWL-Prüfungen zünden. Gute Unterhaltung zu Beginn der Tour.
Im Privet Drive wurde nun auch Nr. 3 geöffnet und darin Harrys Zimmer aus Teil 2 eingerichtet. Harry und Dobby sind beide zu bewundern.
Die Grafikabteilung wurde durch vollausgestattete Arbeitsplätze und Videobotschaften der Künstler ergänzt. Das ist äußerst interessant. Hier halte ich mich ungewöhnlich lange auf, sonst bin ich ja ein Schnelldurchläufer.
Selbst im obligatorischen Shop wurde das Sortiment bis auf Schlüsselanhänger und dergleichen komplett ausgetauscht. Das Ganze ist zwar eine recht kostspielige Unternehmung, aber in meinen Augen jeden Euro wert. Ich habe auch dieses Mal einiges entdeckt, das mir bisher entgangenen war, oder das bisher nicht ausgestellt wurde.
Die Rückfahrt dauert etwas länger, weil der Wochenendverkehr noch die Straßen belebt. In South Kensington fragt der Busfahrer in die Runde, ob schon jemand aussteigen möchte. Und das möchten wir, denn hier können wir noch all die schönen Museumsgebäude anschauen. Für einen Besuch der Ausstellungen ist es allerdings schon zu spät. Wir schauen nur von außen. Leider nieselt es ein wenig, so dass wir nach einer Weile die zwei Stationen bis zum Earls Court zurückfahren. Aber den hübschen Platz an der South Kensington Station, an dem wir im letzten Sommer mehrfach gefrühstückt haben, konnten wir ebenfalls noch erkunden.
Unser Abendessen ist heute italienisch, oder wenigstens italienisch angehaucht. Die Spaghetti Carbonara kamen mit Chorizo und ohne Käse. Der Salat kam mit Harissa-Gewürz und das Dessert war eine Limoncello-Tarte. Also alles in allem ein multikultureller Mix, der aber gut funktioniert.