Domenica tranquilla

Am Sonntag schlafen wir alle aus. Einer stürzt sich in der morgendlichen Kühle des Berghanges in den Pool. Die andere lässt eine Waschladung laufen. Das Wetter ist herrlich hier oben. Zumal auch noch keine Sonne über den Hang kommt – angenehme 22 Grad mit einer leichten Brise.

Das Frühstück findet erst gegen Mittag statt. So muss ein Urlaubstag sein: Keine Pläne, einfach den Tag genießen und machen, was immer gerade in den Sinn kommt.

Unsere Nachbarn haben uns heute Vormittag das WLAN-Passwort verraten. Das ist schon mal ein guter Start – endlich wieder in der Zivilisation! Es gibt hier im Haus kein TV-Gerät. Der erste Urlaub ganz ohne bewegte Bilder. Bei dieser Gelegenheit kann ich ja einfach mal meine Rezension des Barbie-Kino-Filmes einstreuen. Davon muss ich ja nun zehren, bis wir wieder zurückreisen.

Barbie als Realverfilmung! Lange schon wurde mir der Film mit zahlreichen Vorschauen und Bildern in den sozialen Medien angekündigt. Und diese Ausschnitte waren überaus vielversprechend. Erwartet habe ich einen Film mit seichtem Humor und romantischem roten Faden. Gesehen habe ich eine grelle Komödie mit gelungenen, dezent eingestreuten Musicaleinlagen und zahlreichen sozialkritischen Gags. Ich habe 114 Minuten lang gegrinst, zwischendurch immer mal wieder laut gelacht und dafür wurde das Kino doch erfunden. Da jede weitere Zeile zu viel für die verraten würde, die bisher nicht zum Rekordeinspielergebnis beigetragen haben, schließe ich mit meiner Bewertung: 8 von 10 atemberaubend hohe High Heels.

Ansonsten macht eine Teilmenge sich auf, die Basilika am gegenüberliegenden Hang zu besuchen. Diese Wanderung ist aber eher eine Expedition, die nach der Sichtung einer Schlange, eines Salamanders, einer mittelgroßen Spinne und Schmetterlingen durch einen umgestürzten Baum gestoppt wird. Immerhin kreuzten keine großen Tiere den Weg, es soll hier wilde Hunde, Wildschweine und Bären geben. Ein kleines Abenteuer immerhin.

Ich genieße den ganzen Tag die wunderbare Aussicht, die ich von der Terrasse aus habe. Üppig grüne Hänge, die sich im Licht- und Schattenspiel der wenigen Wolken zu bewegen scheinen. Wären da nicht die vereinzelten Carcassonne-Siedlungen, sähe es aus wie der Fangorn Forest. Der Anblick wird sich mir einprägen wie viele andere Urlaubsbilder. Reisen ist einfach etwas Wunderbares. Mein mobiles Bildarchiv umfasst mittlerweile mehrere Tausend Bilder, die ich mir aber immer mal wieder vereinzelt ansehe. Alle Erinnerungen sind also immer bei mir.

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